Meine Fotografien

Felix SchöppnerMitre Saw

polaroids Created with Sketch.
beeindruckende Museumsqualität
rosette Created with Sketch.
Limitierte und signierte Editionen
truck Created with Sketch.
30 Tage Rückgaberecht

Fotografie "Mitre Saw" von Felix Schöppner

Die Arbeitswelt befindet sich in einem fortlaufenden Transformationsprozess, eng verbunden mit technologischen Entwicklungen und der zunehmenden Optimierung von Produktivität und Kontrolle. Mit der pandemiebedingten Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice trat die Frage nach Sichtbarkeit, Präsenz und Überwachung von Arbeitnehmenden offen zutage. Der sogenannte Mouse-Mover fungiert hierbei als Mittel und Sinnbild einer Übergangsphase, in der Kontrolle technisch externalisiert und zugleich unterlaufen wird – ein Relikt, das mit dem partiellen Rückbau dieses Arbeitsmodells im Begriff ist wieder zu verschwinden.

Ausgehend von Gilbert Simondons Überlegungen aus seinem Buch Die Existenzweise technischer Objekte entstanden Apparaturen, die nicht als neutrale Werkzeuge, sondern als eigenständige Akteure innerhalb sozialer Gefüge verstanden werden. Ihre überdimensionierte, funktional übersteigerte Bauweise macht jene Produktions- und Kontrollmechanismen sichtbar, die den Alltag vieler Arbeitsgemeinschaften prägen, und erzeugt zugleich ein trügerisches Gefühl von Sicherheit und Stabilität.

Die Fotografien der Mouse-Mover in ihren Lagerkisten markieren den Ausgangspunkt der Arbeit. Da Entwurf und Herstellung integraler Bestandteil des Arbeitsprozesses sind, positioniert sich das Projekt bewusst an der Schnittstelle von Skulptur und Fotografie und verhandelt das Verhältnis von Bild und Gegenstand.

Dem gegenüber stehen streng komponierte Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Handwerkzeugen, Einsätzen und Verbrauchsmaterialien, die an die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit anknüpfen. In ihrer nüchternen, präzisen Darstellung wird Arbeit nicht erzählt, sondern analytisch sichtbar gemacht. Inhaltlich knüpfen diese wiederum an eine These Simodnons an, als dass sie alle im Herstellungsprozess der Applikationen involviert waren.

Handle with Care positioniert sich an der Schnittstelle von Skulptur und Fotografie und verhandelt das Verhältnis von Bild, Objekt und Prozess, in dem Entwurf und Herstellung der Apparaturen als integralen Bestandteil des künstlerischen Schaffens einbezogen werden. Arbeit wird hier nicht erzählt, sondern analytisch sichtbar gemacht – als kollektiver Prozess aus vielen miteinander verknüpften, teils repetitiven Handlungen.  Die Apparaturen erscheinen in einem Zwischenraum – weder aktiv noch obsolet –, als temporär entkoppelte Objekte in einem Lager, das zugleich Archiv und Möglichkeitsraum ist. Zwischen Sichtbarkeit und Verbergen oszillierend, erscheinen sie als Relikte eines gerade erst rückabgewickelten Ausnahmezustands. Die Fotografien verstehen sich dabei als Momentaufnahmen eines fortlaufenden Arbeitszusammenhangs und reflektieren Gemeinschaft als fragile, sich wandelnde Struktur im Verhältnis von Mensch, Technik und Kontrolle. 

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Über Felix Schöppner

Felix Schöppner (*1990 in Südhessen) studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Darmstadt mit dem Schwerpunkt Fotografie. Sein Fokus liegt auf dem Genre Stillleben mit einer tiefen Verbindung zu Skulptur und Installation. In der Serie "Erkennen" stellt er Begriffe aus den Bereichen der Physik und Astronomie in vereinfachten Modellen dar und spielt so mit der menschlichen Sinneswahrnehmung.

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