Maya Golyshkina

die alchemie des alltäglichen / everyday alchemie

was passiert, wenn die eigenen vier wände zur bühne und eine packung eier oder ein stapel zeitungen zu haute couture werden? bei maya golyshkina (*2000) wird das gewöhnliche zum spektakel. die junge künstlerin, die heute in london eine neue kreative heimat gefunden hat, begann ihre karriere unter bedingungen, die andere gelähmt hätten: in der enge ihres geteilten zimmers in moskau, während die welt draußen durch lockdowns und politische spannungen schrumpfte, expandierte ihr innerer kosmos.

Über das Leben

Maya Golyshkina 

“The best way to get rid of pain is to laugh at it”

Fragen zum Werk

ihre arbeiten sind weit mehr als bloße „selfies“. golyshkina nutzt ihren eigenen körper als leinwand und werkzeug zugleich. sie inszeniert sich nicht als model, sondern als medium einer surrealen transformation. ob sie sich in eine „toilettenpapier-krankenschwester“ verwandelt, mit zahnpasta-strukturen experimentiert oder pasta-prints zu einem visuellen erlebnis erhebt – stets schwingt eine prise ironie und eine tiefe reflexion über identität mit. „ich wusste nichts über die regeln der kunstwelt“, sagt sie rückblickend, „ich habe einfach gemacht.“ diese unbeschwertheit, gepaart mit einem messerscharfen blick für ästhetik, ist es, die auch größen wie modemacher marc jacobs oder den wohl bekanntesten britischen starfotografen und fotografie-promoter martin parr (+2025) in ihren bann zog.

wo parr den kitsch des alltags im vorbeigehen einfängt, erschafft golyshkina ihn aktiv neu aus den relikten der konsumgesellschaft. es ist eine alchemie des alltäglichen: aus zeitungspapier, bettwäsche und plastiktüten entstehen bilder von einer stillen erhabenheit und gleichzeitigem witz. golyshkina lehnt die makellose ästhetik der sozialen medien ab; sie lässt pinselstriche sichtbar und photoshop-spuren stehen. es ist ein bewusstes plädoyer für das ungefilterte, das rohe und das absolut freie. wer ihre bilder betrachtet, sieht nicht nur eine junge frau, die mit objekten spielt – man sieht die befreiung einer künstlerin, die sich weigert, in eine schublade zu passen. 

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Austellungen

Solo exhibitions:

09/25 Martin Parr x Maya Golyshkina, Galerie Nicola von

Senger, Zurich, CH

09/24 Embodying Dissonance: A Journey Beyond the Norm,

Seventeen gallery, London,UK

05/24 Something is wrong with Maya, Moosey art, London,UK

02/23 First solo exhibition at Galerie Nicola von Senger,

Zurich, CH

Group exhibitions:

11/25 “Photos on fridges”, Harkawik, New York, USA

11/25 “Under my skin”, Liza Fetissova gallery, Paris, FR

09/25 “Soft anchor”, Homecoming gallery, Amsterdam, NL

09/24Currency of the future”, Bank of

England museum, London,UK

12/22M3 STUDIO”, Zurich, CH

08/22Please Knock exhibition”,

Chinatown soup gallery, New York, USA

03/22Live stream in your head”, SXSW NFT GALLERY,

TX,USA

01/22Me every time when I see this world”

Redan covid cinema, video show, Redan Gallery, SW

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Preise

2023 ART PARTNER CREATECOP, honourable mention, UK

2021 Collective East Award (Winner), performance art, UK